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Betriebskosten: Zähleraustausch statt Eichkosten?

Zähler - Copyright Sylvia Horst(ho) Verbrauchszähler müssen funktionstüchtig und geeicht sein, wenn sie - unangefochten - Grundlage abgerechneter Betriebskosten sein sollen. Deshalb müssen sie getauscht werden, wenn die Eichfrist abgelaufen ist. Natürlich ist es möglich, die Zähler auszubauen, neu eichen zu lassen, und dann wieder einzubauen. Das ist aber umständlich. Denn selbstverständlich kann die Eichung nicht bauseits erfolgen, sondern muss im Eichbetrieb vorgenommen werden. Arbeits- und zeitsparender reagiert die Praxis deshalb mit einem Zähleraustausch, also dem Einbau neuer Zähler, anstatt der Eichung eines gebrauchten Geräts.

Die Frage:
Ist auch der Zähleraustausch statt der Eichung über die Betriebskosten auf die Mieter umlegbar?

Obwohl die Betriebskostenverordnung in § 2 Nr. 2 BetrKV nur „die Kosten des Wasserverbrauchs, die Grundgebühren, die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung von Wasserzählern sowie die Kosten ihrer Verwendung einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung und Aufteilung, die Kosten der Wartung von Wassermengenreglern, die Kosten des Betriebs einer hauseigenen Wasserversorgungsanlage und einer Wasseraufbereitungsanlage einschließlich der Aufbereitungsstoffe“ umlagefähig stellt, sind die Kosten bei einem Zähleraustausch grundsätzlich bis zur Höhe der ersparten Eichkosten einsatzfähig, wenn der Austausch anstelle der Eichung erfolgt (K. Callsen/Lützenkirchen, in: Lützenkirchen, Anwalts-Handbuch Mieterecht, 5. Aufl. 2015, Betriebskosten Rn. 40). Denn der Ersatz des Zählers ist immer günstiger als die Eichung. So werden Fahrt- und Wegekosten sowie Arbeitszeit für den Eichprozess eingespart.

Aus Übersichtsgründen ist aber dringend dazu zu raten, in der Betriebskostenabrechnung den Zähleraustausch ausdrücklich als solchen wortwörtlich mit „Kosten des Zähleraustauschs“ zu bezeichnen. Dies erfasst dann nicht nur die Materialkosten selbst, sondern auch Handwerkerlöhne einschließlich angefallener Mehrwertsteuer.

© Dr. Hans Reinold Horst

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